Es wird knapp – jede Stimme zählt
Donnerstag, 01.07.10
Das Bündnis für Nichtraucherschutz erwartet beim Volksentscheid am 4. Juli ein knappes Rennen, sieht sich aber leicht im Vorteil. „Trotz ihrer beispiellosen finanziellen Möglichkeiten hat es die Gegenseite nicht geschafft, die Stimmung im Freistaat zu drehen. „Der Zuspruch bei unseren Veranstaltungen und Informationsständen stimmt mich sehr zuversichtlich “, erklärt Sebastian Frankenberger diese Einschätzung, „ich bin sehr optimistisch, dass es letztlich eine Mehrheit für einen besseren Schutz der Nichtraucher in der Gastronomie geben wird“. Bis zum 4. Juli, 18.00 Uhr, müsse aber um jede Stimme gekämpft werden. Frankenberger weiter: „Es wäre ein großartiger Sieg der Bürgerinnen und Bürger über eine geballte Lobbymacht. Neben der Gesundheit wäre auch die politische Kultur der große Gewinner“.
Laut Frankenberger setzt das Bündnis, dem neben den Parteien ödp, Grüne und SPD auch der Bund Naturschutz, die Naturfreunde, der Landessportverband und zahlreiche Initiativen und Verbände aus dem Gesundheitsbereich angehören, in den letzten drei Tagen weiter auf das direkte Gespräch und auf viele Aktionen. Es gibt wieder bayernweit Informationsstände, darunter auch beim Münchner Tollwood-Festival und Post-it-Notizen an den Briefkästen. Auch die Mobilisierung über soziale Netzwerke im Internet bleibt ein wichtiger Baustein der Kampagne.
Frankenberger betonte, dass es beim Volksentscheid nicht darum geht, das Rauchen generell zu verbieten, wie dies von der Gegenseite gerne unterstellt wird: „Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er rauchen will oder nicht. Es geht uns darum, die Nichtraucher vor den Folgen des Passivrauchens zu schützen. Vor allem diejenigen, die sich nur schwer wehren können wie Kinder oder die Angestellten in der Gastronomie. Das ist die wahre Bedeutung des bayerischen Mottos ‚Leben und leben lassen’. Im Namen des Bündnisses für Nichtraucherschutz bitte ich deshalb alle Bürgerinnen und Bürger herzlich: Gehen Sie am Sonntag zum Volksentscheid und stimmen Sie mit Ja!“
